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dbaer dbaer ist männlich
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Dabei seit: 08.07.2010
Beiträge: 3

Nanotechnologie und Versicherungsunternehmen Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

ich bin noch ziehmlich neu hier und hoffe ich habe das richtige Forum gewählt.

Ich mache ein duales Studium bei einer Versicherung und schreibe in dieser Praxisphase in der Haftpflichtabteilung eine Projektarbeit zum Thema Nanotechnologie.

Ich wäre echt dankbar, wenn ich hier Tips bekommen könnte, in Hinblick auf Nano und die Chancen oder Risiken für Versicherungsunternehmen ( da Asbest damals eher übermütig eingeschlossen wurde kommen jetzt die ganzen Haftpflichtansprüche), aber auch für Tips bezüglich zitierfähiger Literatur. Da das Thema ja doch eher aktuell ist und ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich handfeste Literatur zu diesem Thema gibt, habe ich bisher einen haufen PDF Dokumente im Internet gefunden.

Falls jemand schon Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hat, wäre ich echt froh über einige Infos

Mit freundlichen Grüßen

J. Vonk

08.07.2010 10:35 dbaer ist offline Email an dbaer senden Beiträge von dbaer suchen Nehmen Sie dbaer in Ihre Freundesliste auf Füge dbaer in deine Contact-Liste ein
Hübner
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Dabei seit: 10.07.2010
Beiträge: 1

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Hallo,
interessantes Themengebiet. Ich persönlich bin sehr positiv zum Themengebiet der Nanotechnologie eingestellt. Natürlich bestehen Risiken die bis jetzt nur sehr schwer abgeschätzt werden können. Als Versicherungsunternehmen ist es da sehr schwer eine Bewertung abzugeben.
Ob diese Links nun neu für dich sind weiß ich nicht. Einfach mal reinlesen. Ich habe mich nie mit dieser Verknüpfung „Versicherungsgeschäft / Nanotechnologie) beschäftigt. Vielleicht sind die Netzwerke die sich mit diesem Thema beschäftigen interessant. Sicher auch BfR und BUND.

http://www.dguv.de/inhalt/presse/2010/Q2...tionspapier.pdf

http://www.chartisinsurance.com/ncglobal...m295-253662.pdf

oder mal direkt suchen:

http://www.hessen-nanotech.de/dynasite.cfm?dsmid=10892

Das Portal ist gut aufgebaut und mit den interessanten Meldungen bestückt. Ich empfehle auch etwas zwischen den Zeilen zu lesen.

Gruß

Hübner

10.07.2010 14:08 Hübner ist offline Email an Hübner senden Beiträge von Hübner suchen Nehmen Sie Hübner in Ihre Freundesliste auf
dbaer dbaer ist männlich
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Dabei seit: 08.07.2010
Beiträge: 3

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Hallo Hübner,

ich war im Urlaub, deswegen erst jetzt meine Anwort^^
Meine Einstellung ist auch eher positiv als negativ, da in Deutschland neue Techniken immer erst total zerredet werden. Ich finde, man sollte der Technik eine Chance geben, dies natürlich aber nicht blind tun.

Also Themengebiet ist wirklich interessant. Ich persönlich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass Nanotechnologie schon so verbreitet ist in unserem Leben. Dementsprechend hat es mich auch überrascht, dass noch kein Versicherer in irgendeiner Weise Nanotechnologie versichert. Gut, Asbest liegt den meisten Versicherungen noch schwer im Magen, da können sich nur wenige vorstellen, den selben Fehler gleich noch ein Mal zu machen und eine nahezu vollständig unerforschte Technologie im vollen Umfang zu versichern.

Zu deinen Links, die waren mir fast alle schon bekannt, aber ich möchte dir trotzdem für deine Mühe danken. Mein Problem ist, dass dieses Thema so aktuell aber auch noch so schwammig ist, dass es keine Literatur gibt, die ich für die Projektarbeit zitieren kann. Ich werde natürlich keine Lösung für die Versicherungsbranche entwickeln können ( eigentlich ist es ja das Ziel einer Projektarbeit eine Handlungsempfehlung geben zu können, aber dafür habe ich 1. zu wenig Zeit und 2. hilft der bisher niedrige Kenntnisstand über Nano auch nicht wirklich zu einer Handlungsempfehlung), aber eine grobe Richtung wirds wohl werden am Ende. Auch wenn ich mich bisher noch nicht so wirklich stark ins Thema reingefuchst habe, würde ich sagen, dass es noch kein Versicherer wagen sollte Nano zu versichern. Man könnte allerhöchstens mit Ausschlüssen arbeiten, wie zum Beispiel Nanostaub oder ungebundene Nanopartikel haben in der Deckung nichts zu suchen. Hingegen Nanomaterialien, wie sie bereits in Hochleistungsrennrädern oder CNT Hockeyschlägern eingesetzt werden können meiner Meinung nach bedenkenlos versichert werden. Dies sind Stoffe, die sich in festen Strukturen befinden und den menschlichen Organismus nicht beeinflussen. Nano- Stäube hingegen besitzen sogar die Fähigkeit die Hirn-Blut-Schranke zu "durchbrechen".
Naja, lange Rede, garkein Sinn..... Ich werd wohl oder übel einige Interviews mit Rückversicherern durchführen müssen und viel viel viel über Nano noch lernen müssen.

Also wie schon gesagt, ich bin für jegliche Literatur dankbar, die zitierwürdig- und fähig ist.
Es darf auch gerne Literatur zu "Emerging Risks" sein, da Nano im Prinzip ja so eines ist. Also, wenn jemand auch zu diesem Thema Tips hat, ich habe dafür ein offenes Ohr. Selbstverständlich gebe ich auch gerne Informationen weiter, die ich bisher schon gesammelt habe.

Viele Grüße

23.07.2010 14:07 dbaer ist offline Email an dbaer senden Beiträge von dbaer suchen Nehmen Sie dbaer in Ihre Freundesliste auf Füge dbaer in deine Contact-Liste ein
Heinzmann Heinzmann ist männlich
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Dabei seit: 25.07.2010
Beiträge: 2

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Guten Morgen,

eine super Arbeit die du da vor dir hast. Es ist absolut richtig sich über das Thema Versicherungen Gedanken zu machen. Meiner Meinung nach kommt dies aber auch schon etwas spät.

Nach meiner Einschätzung nach müsste man grundlegend unterscheiden zwischen

a) Endverbraucherprodukte
b) Zwischenprodukte
c) Ausgangsmaterialien (Produktion)

a) Endverbraucherprodukte

Dieser Bereich sollte doch von den TÜV Vereinigungen zertifiziert und als „Sicher“ eingestuft werden. Ein Tennisschläger wird beim TÜV auf Herz und Nieren geprüft. Also müsste man auch auf die Emission, ich nenn das jetzt mal so, von Nanomaterialien prüfen. Z.B. mit künstlichen Schweiß. So wie man es bei den Weichmachern durchführt. Es sollte also die Aufgabe des TÜV sein.
Versicherungskriterien erfüllt?

b) Zwischenprodukte

Handel von beispielsweise Beschichtungen, Lösungen, Feststoffen mit Nanomaterialien die in oder um die Endverbraucherprodukte eingearbeitet werden. Dieses Problem wird nach meiner Kenntnis gerade eingeführt. Unter REACH (nationale Auskunftsstelle für Hersteller, Importeure und Anwender chemischer Stoffe) müssen die Produzenten alle chemischen Stoffe registrieren lassen. Und jetzt sind wir mal ehrlich. Nanomaterialien sind nichts andres als chemische Stoffe. Nach Registrierung dürfen diese Produkte weiterverarbeitet werden.
Arbeiten wir mal mit Eisen:

Ein Mitarbeiter arbeitet mit 10Kg Eisenkugeln. Sicherheitsvorkehrungen - Stahlkappenschuhe, Handschuhe, Schutz vor wegrollen und Quetschungen etc.

Ein Mitarbeiter Arbeitet mit Eisenpulver. Sicherheitsvorkehrungen - Schutzgas, Abluft, Handschuhe etc.

Ein Mitarbeiter arbeitet mit Nanoeisen-Pulver. Sicherheitsvorkehrungen - Schutzgas, Handschuhe, Schutzmasken, besondere Entsorgungsvorkehrungen, Schutzkleidung etc.

Was ich damit meine, es gibt in jedem Bereich bestimmte Sicherheitsvorkehrungen. Und auch diese müssen genau geprüft werden. Der Sicherheitsschuh muss meine Füße genauso schützen wie eine Maske meine Lunge. Und hier sind wir wieder beim TÜV. Der TÜV muss beauftragt werden die Sicherheitsanforderungen so zu prüfen, dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt entstehen kann. Also muss sich die Versicherung überlegen, hey, wenn ich etwas versichern möchte, welche Gefahren entstehen.

c) Ausgangsmaterialien (Produktion)

Das ist natürlich ein heikles Thema. In der Forschung würde ich Nanomaterialien wie ganz normale Neustoffe einordnen. Also höchstes Risiko! In der Produktion selbst müssen die Herstellprozesse ebenfalls zertifiziert werden. Wie bei der Pharma nach GMP. Also Schutzkleidung, Besondere Abluft, Abwässerüberwachung etc. Es gibt Messmethoden die kleinste Partikel in Filtern aufspüren und charakterisieren lassen.
Erfolgt eine Zertifizierung gilt das Produktionsunternehmen als sicher. Und hier greift wieder der TÜV


Was heißt das also? Ein Versicherungsunternehmen muss direkt mit TÜV Vereinigungen zusammenarbeiten und ein Risikomanagement mit entsprechenden Firmen zur Charakterisierung der Nanomaterialien gründen.
Das könnte wie folgt aussehen:

- Wissenschaftliche Grundlagenprüfung auf Toxizität der einzelnen Materialien
- Überprüfen der Grenzwerte bei Herstellprozessen und Verbrauchsmaterialien
- TÜV Zertifizierung auf Grundlagen der beiden oberen Aspekte
- Entscheidung der Versicherung ob versicherbar oder nicht.


Wie ist denn der normale Ablauf von Versicherungen? Ich weiß es nicht und es würde mich interessieren. Wenn ich eine Schreckschusspistole kaufe, wie sieht da der Versicherungsschutz aus? Ich kann mir hier so viele Gefahren vorstellen!

Gruß

Heinzmann

25.07.2010 12:44 Heinzmann ist offline Email an Heinzmann senden Beiträge von Heinzmann suchen Nehmen Sie Heinzmann in Ihre Freundesliste auf
dbaer dbaer ist männlich
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Dabei seit: 08.07.2010
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Hey,

Ja, ich habe auch die Befürchtung, dass das eine super Arbeit machen wird^^
Ob die Überlegung zu spät gemacht wird weiß ich nicht... Ich würde sagen, aufgraund der Tatsache, dass diese Technik noch kaum erforscht ist, hätte man bisher ehh nur teoretische Ansätze darstellen können, anstatt wirklich etwas festzulegen. Ich denke, es wird noch dauern, bis die Versicherungsbranche es wagen wird diese Nanotechnologie, die ohne Zweifel unsere Zukunft bestimmen wird, in irgendeiner Form zu versichern.

Danke aber für diese Auftsellung und Anregungen. Die kann ich gut auch als Beispiele in die Projektarbeit einbeziehen. Vor allem die Untergliederung durch a,b,c.... Darauf bin ich noch nicht gekommen. Die Geschichte mit dem TÜV find ich gut, ich werde mal versuchen da ein Interview auf die Beine zu stellen.

Gut, wie gesagt, ich bin auch weiterhin immer offen für Anregungungen rund um dieses Thema.

Viele Grüße

26.07.2010 08:51 dbaer ist offline Email an dbaer senden Beiträge von dbaer suchen Nehmen Sie dbaer in Ihre Freundesliste auf Füge dbaer in deine Contact-Liste ein
 
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