Mitgliederliste Administratoren und Moderatoren Suche Häufig gestellte FragenZur Startseite

Nanotechnologie Diskussionsforum für alle Themen rund um Nanotech, Nanoprodukte und Nanowissenschaften » Nanotechnologie Produkte » Fragen zu Produkten » Holzschutz für antiken Holzbogen » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Silvy
Neues Mitglied


Dabei seit: 23.04.2010
Beiträge: 1

Holzschutz für antiken Holzbogen Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Herzliche Grüße,

ich suche einen ordentlichen, wetterfesten Holzschutz für eine Art Holztor aus dem 17. Jahrhundert. Dieses Holztor (Bogen mit Gravuren) wurde aus einem alten Fachwerkhaus übernommen und stellt das Einfahrtstor zum Hof dar. Dieses antike Stück steht genau wetterseitig und zudem voll in der Sonne.

Ich habe mich von einem Schreiner beraten lassen der auf die üblichen Ölholzanstriche verwies. Dennoch verschlechtert sich das Holz von Jahr zu Jahr und ich möchte nun diesen Bogen für die nächsten Jahre besser schützen.

Irgendwie bin ich dann im Web auf Nanoversiegelungen für Holz gestoßen und fand dort ganz gravierende Unterschiede. Von Nano-Protect bis Nano-inside war alles dabei. Ein Freund sprach von Qualitätsprodukten der Firma Holmenkol.

Die genannte Firma verkauft wohl vorzugsweise irgendwelche Produkte für den Wintersport. Ich habe aber auch das folgende Produkt gefunden:
„Holmenkol Nano-Holzversiegelung mit Langzeit-UV-Schutz“
Da der Preis gegenüber der Konkurrenz sehr hoch ist, möchte ich gerne ein paar Erfahrungen sammeln und vielleicht kann mir ein Fachmann/frau auch etwas über diesen Schutz vermitteln und vielleicht auch etwas zu dem hohen Preis sagen.

Wo liegen denn die Unterschiede? Und warum brauch ich denn „Nano“ oder „Nanotechnologie“. Wie schützt das meinen Holzbogen?

Vielen Dank.

Eure Silvy

23.04.2010 12:43 Silvy ist offline Email an Silvy senden Beiträge von Silvy suchen Nehmen Sie Silvy in Ihre Freundesliste auf
Malve
Neues Mitglied


Dabei seit: 25.04.2010
Beiträge: 1

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo,
ich habe mich mal vor einiger Zeit mit dem Thema Nanotechnologie befasst. Bei mir ging es in erster Linie um einen verbesserten Kratzschutz. Diese Eigenschaft kann durch ein Nanostoff begünstigt werden. Man verwendet Aluminium Oxid was so fein vorliegt, dass es von dem menschlichen Auge nicht sichtbar ist. Dieses Material wird schon bei dem Herstellungsprozess eingearbeitet. So erhält man einen transparenten Lack mit verbesserter Kratzfestigkeit.
Ob dieses Material (Zusatzstoff) auch den UV Schutz verbessert weiß ich nicht genau. Kann es mir aber durchaus vorstellen.
Die Produkte von Holmenkol kenne ich nicht. Kann man aber direkt auf der Webseite nachlesen. Vorgesehen ist der Lack für Yacht-Hölzer.

Gruß
Markus

25.04.2010 16:51 Malve ist offline Email an Malve senden Beiträge von Malve suchen Nehmen Sie Malve in Ihre Freundesliste auf
Matter
Neues Mitglied


Dabei seit: 26.04.2010
Beiträge: 1

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hi,
ich muss meinen Vorschreiber korrigieren. Aluminiumoxid eignet sich nicht für einen UV Schutz beziehungsweise Wetterschutz. Üblicherweise werden UV Filter organischer Herkunft eingesetzt. Das Wort Nano oder Nanotechnologie in Bezug auf wetterbeständigen Lack kann ich mir nur so herleiten:

Siliciumdioxid: Verbessert den Kratzschutz und die Härte des Lacks

Silber: Wirkt antibakteriell

Titanoxid: Wirkt wasserabweisend

Der Holmenkol Lack ist ja für Bootshölzer gedacht. Und genau hier passen diese besonderen Eigenschaften.

Erfahrungen habe ich noch keine sammeln können.

Schönen Tag

Matter

26.04.2010 09:27 Matter ist offline Email an Matter senden Beiträge von Matter suchen Nehmen Sie Matter in Ihre Freundesliste auf
ScOp
Mitglied


Dabei seit: 27.12.2007
Beiträge: 15

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Ok, ich denke ich sollte hier mal ein paar Zeilen schreiben.

Ihr liegt beide bedingt falsch.

SiO2, also Siliciumdioxid verbessert den Härtegrad des Lacks und bewirkt daher eine verbesserte Abriebsfestigkeit, sprich Kratzfestigkeit. Das SiO2 wird mit speziellen organischen Verbindungen umhüllt um überhaupt im Lack gleichmäßig vorliegen zu können.

Nanosilber wirkt wie Silber keimtötend. Das Silber muss eben als Nanopartikel vorliegen um eine gewisse Stabilität hervorrufen zu können und liegt meist unter 20nm. Wie die Materialien im Lack genau vorliegen ist mir nicht genau bekannt.

Titandioxid, TiO2, wirkt katalytisch. Heißt, dass es toxische Stoffe aus der Luft in nicht-toxische Stoffe umwandeln kann. Das passiert unter Einwirkung von Sonnenlicht, etwas schlechter mit Kunstlicht. Zudem wird es als UV Schutz eingesetzt.

ZnO, also Zinkoxid wird als UV Schutz den Lackverbindungen zugegeben. Der Schutz ist langzeitstabil da im Gegensatz zu den organischen UV Schutzmitteln kein Abbau der Verbindung erfolgt.

Al2O3, also Aluminiumoxid wird auch zur Verbesserung des Kratzschutzes eingesetzt, häufiger jedoch um den Lack als eine Art Hartbeschichtung anzubieten mit dennoch relativ flexiblen Eigenschaften.

Es gibt noch eine ganze Anzahl von Nanopartikeln für Lacke wie beispielsweise Zirkoniumoxid, Ceroxid und verschiedene Struktureigenschaften beim Aluminiumoxid u.a.

Hoffe ich konnte helfen.
Was aber bei dem Holemkol Lack nun wirklich als Nano-Zusatzstoff eingearbeitet wurde ist völlig unklar, Erfahrungen liegen mir ebenfalls nicht vor.

ScOp

26.04.2010 17:12 ScOp ist offline Beiträge von ScOp suchen Nehmen Sie ScOp in Ihre Freundesliste auf
Heinzmann Heinzmann ist männlich
Neues Mitglied


Dabei seit: 25.07.2010
Beiträge: 2

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

ich glaube hier wird das Thema verfehlt. Es ging doch um Erfahrungen und nicht welche chemische Zusammensetzung die Farbe enthält.

Daher meine Erfahrung ganz ohne chemisches Fachgesimpel.
Ich habe einen alten Wingertschuppen der rund 100 Jahre voll der Witterung ausgesetzt wurde und noch wird. Alle zwei Jahre schau ich mir die Holzfaserstruktur an. Nach einigen Lasuren und Witterungsanstrichen bin ich dann zur Siliconfarbe gewechselt. Nach meiner Erfahrung sind Silikonfarben gut geeignet. Sie dichten die Holzfasern ab, und passen sich den starken Temperaturschwankungen an. Nach zwei Jahren hat sich die Farbgebung etwas verändert, ist aber nicht wirklich schlimm. Bis jetzt hält die Farbe was sie verspricht.

Einfach mal an einem Teilstück ausprobieren.

Heinzmann

25.07.2010 12:54 Heinzmann ist offline Email an Heinzmann senden Beiträge von Heinzmann suchen Nehmen Sie Heinzmann in Ihre Freundesliste auf
 
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:

Powered by nanoproducts.de - Nanotechnologie Informations Portal für Produkte und Technologien. Technology by Burning Board Lite 1.0.2 © 2001-2008 WoltLab GmbH
Design by bugOFmatrix